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Exkursion ins Gildehauser Venn am 16. Juli 2016

Ein bisschen mehr Sonne wäre schön gewesen, denn dann hätten sich bestimmt einige Insekten mehr und vielleicht das eine oder andere Reptil blicken lassen. Aber auch bei bedecktem Himmel – immerhin blieb es trocken – bekam die Gelsenkirchener NABU-Truppe – in bewährter fachkundiger Begleitung durch Ernst-Wilhelm Krekeler (Münster) – allerlei Tierisches zu beobachten und zu fotografieren. Die gleich zu Beginn der Wanderung vorgenommenen Verhaltensstudien an Ameisen waren ebenso spannend wie die Begegnungen mit jungen Teichmolchen, Moorfröschen und Erdkröten. Zwischendurch zeigten sich auch einige Schmetterlinge und Libellen. Schließlich begrüßte uns noch das Schwarzkehlchen mit seinem Gesang.

 

Gildehauser Venn Gildehauser Venn Gildehauser Venn

 

Unsere botanischen Wünsche wurden allesamt erfüllt. Besonders sehenswert waren die blühenden Exemplare des Lungen-Enzians, der Moorährenlilie, der Moosbeere und des Sumpf-Johanniskrauts sowie natürlich die „fleischfressenden“ Pflanzen: Mittlerer wie Rundblättriger Sonnentau und die aus Nordamerika eingeschleppte Schlauchpflanze.

 

Gildehauser Venn Gildehauser Venn Gildehauser Venn

 

Es herrschte eine ausgesprochen fröhliche Stimmung. Zwar war die Dauer der Wanderung auch dieses Mal zu knapp veranschlagt (man „verzettelt“ sich eben gern), doch waren sich alle Beteiligten einig: Weitere Exkursionen dieser Art sind durchaus erwünscht!

Orchideen-Exkursion am 2. Juli 2016

Ausgesprochen vielfältig gestaltete sich die Exkursion der Gelsenkirchener NABU-Stadtgruppe nach Lengerich und Umgebung. Zwar standen die Orchideen im Mittelpunkt des Interesses aller Teilnehmer, doch bekamen die Naturfreunde einiges mehr zu sehen und zu erleben.

Der Besuch von vier Orchideen-Lebensräumen – wieder unter der fachkundigen Obhut von Ernst-Wilhelm Krekeler (Münster) – stand auf dem Programm, teils recht unterschiedlicher Landschaften, aber allesamt reizvoll: drei Kalksteinbrüche (einer mit Kalkflachmoor) und eine ehemalige Silbererz-Schürfstelle (NSG Silberberg).

 

Anacamptis_pyramidalis Anguis_fragilis Ophrys_apifera

 

Nicht weniger als zehn blühende Orchideen-Spezies bekamen die Exkursions-Teilnehmer zu Gesicht – beeindruckende Bestände der Pyramiden-Hundswurz, mehrere Stendelwurz- und Knabenkraut-Arten, Waldhyazinthen, Mücken-Händelwurz und Bienen-Ragwurz.

Ergänzt wurde die erfolgreiche botanische Unternehmung durch nicht minder interessante zoologische Begegnungen, man freute sich über Blindschleiche, Erdkröte und Zauneidechse.

Aber auch meteorologisch hatte der Tag einiges zu bieten: Es gab Sonnenschein, Regen, Sturm und sogar ein kleines Gewitter – jeder kam auf seine Kosten ...


Ringelnatter Exkursion im Emscherbruch

Ungemein großen Zuspruch fand die von der Gelsenkirchener NABU-Stadtgruppe veranstaltete und von der Biologin Simone Brückmann (NABU Bochum) fachkundig geleitete Ringelnatter-Exkursion: Über 30 Interessierte beiderlei Geschlechts und (fast) aller Altersgruppen versammelten sich am Vormittag des letzten Juni-Sonntags auf dem Parkplatz Münsterstraße / Warendorfer Straße.

 

Ringelnatter Ringelnatter

 

Zwar ließ sich während des rund zweistündigen Rundgangs durch den Emscherbruch im Stadtteil Resser Mark keine Ringelnatter blicken – die heftigen Regenfälle an den Tagen zuvor und die nicht gerade optimale Witterung am Exkursionstag selbst hatten wohl zur Folge, dass die Reptilien es vorzogen, in ihren Unterschlüpfen zu bleiben –, doch lernten die Teilnehmer eine Menge über Natrix natrix. In Wort und Bilder stellte Simone die nicht nur harmlose, sondern auch nützliche Schlange ausführlich vor, erzählte Wissenswertes und Spannendes über Bestandsentwicklung und Gefährdung, über Lebensräume und Lebensweise des sympathischen Kriechtiers.

 

Ringelnatter Ringelnatter

Rieselfelder Exkursion am 7. Mai 2016

Eine kleine, aber umso interessiertere Schar Gelsenkirchener NABU-Mitglieder fand sich am ersten Samstag im Mai bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen an der biologischen Station der Rieselfelder Münster ein, um unter der fachkundigen Leitung von Ernst-Wilhelm Krekeler (Münster) eine rund fünfstündige Exkursion durch das bekannte Europareservat für Wat- und Wasservögel zu unternehmen.

 

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Nachdem Ernst-Wilhelm kurz und bündig Historie und Bedeutung des Schutzgebiets erläutert hatte, begleitete er die Gruppe zu einer Reihe ausgewählter Aussichtspunkte und Beobachtungshütten an verschiedenen Gewässern – und tatsächlich gab es mittels Spektiv, Fernglas oder Kamera Bemerkenswertes zu erspähen, vor allem die Liste der beobachteten Watvögel kann sich sehen lassen: Dunkler Wasserläufer, Grünschenkel, Temminck-Strandläufer, Fluss- und Sandregenpfeifer, Flussuferläufer, Bruchwasserläufer, Uferschnepfe, Kiebitz, Weißflügelseeschwalbe, Zwergmöwe, Knäk- und Kolbenente sowie Rostgans waren sicher die „Highlights“.

 

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Aber auch der Gesang der vielen Singvögel (und das Konzert der beinahe allgegenwärtigen See-, Teich- und Kleinen Wasserfrösche) trugen erheblich dazu bei, dass alle Teilnehmer sich bei der abschließenden kleinen Jause im „Heidekrug“ nicht nur darüber einig waren, dass diese vogelkundliche Exkursion eine rundum gelungene Veranstaltung war, sondern dass weitere Unternehmungen ähnlicher Art unbedingt folgen sollten! Eine Orchideen-Wanderung im Münsterland vielleicht? Oder ein Besuch im Gildehauser Venn zur Blütezeit der Moorährenlilie?

Es gibt viele lohnende Ziele – wir müssen uns nur auf den Weg machen ...

Rainer Stawikowski

Stunde der Wintervögel


Am  10.01.2016 lud der Nabu Gelsenkirchen ins Naturfreundehaus zur "Stunde der Wintervögel".  Ausgerüstet mit Ferngläsern und Spektiv  wurden eine Stunde lang die höchste Anzahl der Vögel einer Art  im Garten des Naturfreundehauses ermittelt. Kinder konnten sich eine Vogelmaske basteln oder an einer GPS Rallye im angrenzenden Stadtgarten teilnehmen.
Das Ergebnis der Zählung ist in diesem Jahr nicht so üppig ausgefallen wie in den Vorjahren.:
3 Ringeltauben
1 Amsel
2 Kohlmeisen
2 Elstern
2 Rotkehlchen
1 Eichelhäher
1 Mäusebussard
2 Schwanzmeisen
1 Blaumeise
1 Stieglitz
Große Freude herrschte als am Ende noch der Vogel des Jahres, der Stieglitz vorbeischaute.

Buchfink Rotkehlchen Stieglitz