Aktuelles


Obstbaumpflege für Laien


Am Samstag, dem 10.03.2018, lud der NABU Gelsenkirchen Mitglieder und Interessierte ein zu einer Veranstaltung auf die Streuobstwiese am Mechtenberg im Gelsenkirchener Süden.  Oliver Schulte gab praktische Tipps zur Obstbaumpflege im Frühjahr. Die Teilnehmer konnten an den etwas verwilderten Bäumen auf der Wiese gleich das Gelernte umsetzen.
Streuobstwiese  Streuobstwiese  Streuobstwiese

Pflanzentauschbörse 2018


Die NABU-Pflanzentauschbörse 2018 war ein schöner Auftakt für die kommende Gartensaison 
Zum 7. Mal fand am vergangenen Samstag die NABU-Pflanzentauschbörse auf dem Mechtenberghof in Essen statt. Etwa 300 Besucher nutzten die Gelegenheit Pflanzen aus dem eigenen Garten gegen andere Pflanzen zu tauschen: Von der Wilden Karde über den Teufelsabbiss, verschiedenste Tomatensorten bis hin zum Aurikel - am Ende fanden alle Pflanzen einen neuen Besitzer.
Mit ihrem Vortrag „Tiere pflanzen“ fesselte Dipl.-Ing. Dorothea Schulte (Lebensarten im Naturgarten) die Besucher. Sie erklärte, was man im Garten tun kann um Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen zu unterstützen: Wer auf heimische Pflanzen setzt, eine Trockenmauer und Totholz im Garten integriert, der leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.
In der „Wunderwerksatt Samen“ lernten die kleinen Gäste die faszinierende Welt der Pflanzensamen kennen. Auch das Bauen von eigenen Saatbonbons mit schmetterlings- oder fledermausfreundlichen Pflanzen hat viel Spaß gemacht und kam bei Klein und Groß gut an.
Viele Besucher nahmen auch an der naturkundlichen Exkursion „Flora und Fauna am Wegesrand“ teil. Die Exkursion rund um das Hofgelände ist immer spannend verrät Dipl.-Umweltwissenschaftler Bernhard Demel: „Man weiß nie was man findet, das macht es so interessant. Auch in diesem Jahr habe ich wieder neue Arten entdecken und den Interessenten zeigen können."
Pflanzentauschboerse 2018 Pflanzentauschboerse 2018 

Ringelnatter Exkursion im Emscherbruch am 07.07.2018


Ringelnatter Exkursion  

Die von der Gelsenkirchener NABU-Stadtgruppe veranstaltete Ringelnatter-Exkursion fand auch in diesem Sommer viel Zuspruch. NABU-Mitglied Rainer Stawikowski begleitete 15 Naturfreunde beiderlei Geschlechts – darunter einige Kinder – auf einem rund zweistündigen Spaziergang durch den Emscherbruch. Das Wetter an diesem Juli-Samstag meinte es allerdings etwas zu gut. Die sehr hohen sommerlichen Temperaturen waren nicht gerade ideale Voraussetzungen, um Schlangen zu finden.

Ringelnatter ExkursionDoch vor der „Praxis“ stand ohnehin erst einmal die „Theorie“. In Wort und Bild stellte Rainer Natrix – so der wissenschaftliche Gattungsname der Natter – ausführlich vor. Er erzählte wieder Wissenswertes und Aktuelles über Bestandsentwicklung und Gefährdung, über Lebensräume und Lebensweise der nicht nur harmlosen, sondern auch nützlichen Schlange.

Wie im letzten Jahr wurde die Geduld der Reptilien-Forscher kurz vor dem Ende des Rundgangs tatsächlich belohnt: Nach einigem Suchen im Gelände fand Rainer immerhin eine junge Ringelnatter, ein einjähriges Tier, sodass es zur Freude der Exkursionsteilnehmer doch noch ein lebendes Exemplar aus nächster Nähe zu betrachten gab.

Im Emscherbruch  Ringelnatter  Ringelnatter

Feuersalamander Exkursion am 15.07.2018


In das Naturschutzgebiet „Langeloh – In der Hemke“ im Südosten Hernes führte eine Exkursion unseres Gelsenkirchener Stadtverbands am 15. Juli. Um zehn Uhr an diesem Sommer-Sonntagmorgen traf sich gut ein Dutzend Naturfreunde, um sich von Norbert Kilimann, dem ersten Vorsitzenden des NABU-Stadtverbands Herne, ausführlich über das NSG, seine Geschichte und Entwicklung sowie vor allem über seine tierischen Bewohner informieren zu lassen.

Feuersalamander    Feuersalamander

Hauptziel des Ausflugs waren die im Tal des Rossbachs lebenden Feuersalamander. Trotz der sommerlichen Hitze gelang es Norbert und den Exkursionsteilnehmern, drei unterschiedlich große Tiere in ihren Versteckplätzen aufzuspüren. Während der sich anschließenden Foto-Sitzung ließen sich zwei weitere amphibische Bewohner des NSG blicken: ein Grasfrosch und eine Erdkröte. Insgesamt leben sechs Arten von Lurchen in dem Mischwald des wunderschönen Rossbach-Tals (außer den genannten noch Teichfrosch, Berg- und Teichmolch).

Der aus Asien eingeschleppte pathogene Pilz mit der gruseligen wissenschaftlichen Bezeichnung Batrachochytrium salamandrivorans (der Artname lässt sich mit „Salamanderfresser“ übersetzen), der in erster Linie Schwanzlurche befällt, ist in der Herner Salamandra-Population bisher erfreulicherweise nicht aufgetreten. In den Niederlanden und in Belgien sind ihm fast die gesamten Feuersalamander-Bestände zum Opfer gefallen. In Nordrhein-Westfalen ist er bereits in zwei Populationen nachgewiesen worden, und es steht zu befürchten, dass er sich noch weiter ausbreitet.

Feuersalamander     Feuersalamander

Norbert ließ es sich natürlich nicht nehmen, auf dem Spaziergang auch über nicht-„lurchige“ Tierarten des NSG zu erzählen, insbesondere über die hier vorkommenden und brütenden Vogelarten.

Abschließend waren sich alle Teilnehmer einig: Die Feuersalamander-Exkursion war eine rundum gelungene Veranstaltung!

Fledermäuse in Gelsenkirchen

Zwergfledermaus, Autor: NABU/GrimmbergerBei Sonnenuntergang trafen sich am Freitag, dem 20.07.2018, eine Gruppe Fledermaus Begeisterter am Ehrenmal am Berger See. Fledermaus-Experte Michael Hamann gab ein paar einleitende Erläuterungen zum Thema und dann ging es schon los in Richtung Ufer des Berger Sees. Gut ausgerüstet mit einem Ultraschall Detektor mussten die Besucher nicht all zu lange warten bis die ersten Fledermäuse knackende Geräusche im Gerät auslösen. Im von der Wasseroberfläche reflektierten Restlicht kann man dann auch die eine oder andere Fledermaus entdecken. Immerhin ist der Tisch reichlich gedeckt mit Insekten, der Hauptnahrung der Fledermäuse. Davon gibt es übrigens in Gelsenkirchen 13 Arten. Am häufigsten hört und sieht man hier die Zwergfledermaus. An diesem Abend waren aber auch Rauhautfledermaus und andere dabei. 

Ein interessanter und spannender Abend.  

Foto Zwergfledermaus: NABU/Grimmberger, alle anderen Fotos: Rainer Stawikowski und Wolfgang Kwasnitza